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Von der Widow zum Custom Hawk – von Henry Bodnik

Black Widow und Henry Bodnik – wie alles begann:

Ich habe mich damals für die Black Widow entschieden, weil sie von ihrer Optik her eine besondere Erscheinung ist, die auf den ersten Blick nicht überzeugt, aber mich schon damals auf den zweiten Blick gefangen genommen hatte. Im Laufe der Zeit habe ich die Vorteile der Physikalischen Bauweise (Bogengeometrie) zu schätzen gelernt.

DSC_0804Die Black Widow ist keinesfalls ein High Speed Bogen, sondern eher auf Fehlerverzeihung und Präzision gebaut. Das eigenwillige Aussehen, insbesondere die extravagante Gestaltung des Mittelteils, hat immense Vorteile. Die prägnanten Hörner im Mittelteil sind nichts anderes als zwei integrierte Monostabilisatoren, die Masse (Masseträgheit) und Fehlerverzeihung bewirken. In Wirklichkeit haben wir hier einen Bogen mit immensen technischen Vorteilen. Ich möchte nochmals betonen, dass die Black Widow Bögen aufgrund Ihrer Mitteilteilgeometrie und den hinten aufgesetzten Wurfarmen vordergründig keine schnellen Bögen sind. Die Leistungsfähigkeit dieser Bögen, die durchaus im oberen Bereich angesiedelt ist, wird hier aus den leistungsstarken Wurfarmen generiert. Starker Recurve, Taper in der Breite sowie in der Stärke der Wurfarme.

Meiner Ansicht nach ist die BW eine eigenwillige Schönheit, die erst einmal geliebt werden muss. Wenn man sich einmal mit diesem Aussehen angefreundet hat, ist es auch schon um einen geschehn.

Man muss allerdings auch ganz klar sagen, dass diese Eigenheiten bzw. Geometrie nichts Black-Widow-Spezifisches sind. Firmen wie Greenhorn und Wings z.B. haben bereits vor vielen Jahrzehnten diese Bogenform serienmäßig produziert. Auch heute gibt es einige Firmen (Häbu, Samick), die sich dieses alte Bogendesign zu Eigen gemacht haben. Es ist also keinesfalls eine Erfindung oder Entwicklung von Black Widow. Dies wird auch von der Firma Black Widow in keiner Weise publiziert.

Kommen wir doch mal zu unserer Story von diesem wunderschönen Bogen:

DSC_0791Ich persönlich habe viele Jahre verschiedene Modelle aus der BW-Serie erfolgreich geschossen. Unter anderen habe ich mit einer Black Widow eine Bronzemedaille IFAA bei der Europameisterschaft, einen Deutschen Mannschaftsmeistertitel DFBV sowie den Meistertitel eines Sectional Champion New England der NFAA errungen. Ich schieße seit jeher 53 lbs „auf den Fingern“ und habe zu dieser Zeit Aluminiumpfeile GGII im Spinewert 2215 mit 100 grs. Spitze geschossen.

Mit diesem Bogen habe ich auch die verschiedensten Phasen meiner persönlichen und schießtechnischen Entwicklung durchlebt. Von ACC Schäften über ACE Pfeile, Holzpfeile bis hin zu den modernen Carbonpfeilen habe ich alles ausprobiert und meine Bögen regelrecht malträtiert.

Schließlich, nach ca. 8 Jahren Black Widow und 5 Jahren intensivster Nutzung meines letzten Models (einteilige BW, großes Mittelteil, 62“ Bogenlänge), war diese auch am Ende. Auf der Rückseite des Wurfarms gegenüber des Tips entlaminierte sich der Bogen (das Glasfiber löste sich vom Holz). Da wir mittlerweile selber unsere Bogenproduktion erfolgreich etabliert hatten, wollte ich meine Black Widow nicht so schnell aufgegeben. Ich habe diesen Bogen unserem Bogenbaumeister in die Hand gedrückt, um die Möglichkeit der Reparatur abzuklären. Einige Wochen später hat mir unser Bogenbaumeister stolz die reparierte BW präsentiert. In liebevoller Kleinarbeit hat er das Glasfiber abgelöst und einen extra zurecht geschliffenen Streifen neues Laminat eingesetzt. Phantastisch – da war fast nichts zu sehen.

Fast wie Original.

Mit einem dicken Grinsen zeigte er mir ebenfalls eine zweite „Black Widow“, die er selber gebaut hatte. Die Reparatur des Bogens hatte seinen Ehrgeiz geweckt und er hatte eine Form gebaut. Ich habe zu diesem Zeitpunkt den Bau dieser Bögen allerdings untersagt. Auf der Heimfahrt habe ich das auch mit Chris besprochen. Mit den Worten „ Es ist ein Sakrileg diesen Bogen nachzubauen“ habe ich dieses Thema beendet.

Ca. 1 Jahr später, war es dann aber wieder ein Thema. Bei einem meiner Kurse fiel mein Blick auf den Griffbereich meiner Black Widow. Ich bin mir nicht sicher, ob sich das jemand vorstellen kann –  schreckensgeweitete Augen als ich die vielen kleinen Risse im Bereich des Mittelteils und des Shelfs entdeckte. Ich spannte den Bogen sofort ab.

DSC_0801Der war fertig. Durch. Sozusagen ausgenudelt.

Keine Chance hier noch was zu machen.

„Was tun? sprach Zeus.“

Neuen Bogen aus USA für schlappe 1000 – 1200 Euroletten importieren?

Nein, da war mir die Jacke dann doch näher als der Hut.

Das hatten wir doch auch selber drauf. Einen Mangel an Offensivität konnte man mir ja noch nie nachsagen. „Shit on the Sakrileg“ 😉

Ich habe unseren Bogenbauer angerufen und eine Widow für mich bestellt. Dieses Exemplar habe ich heute noch immer in Gebrauch. Nachdem wir hier eine ganz tolle Arbeit leisten können habe ich die Serienproduktion dieser „Widows“ angeregt. Alles andere wäre aus der Sicht von Bearpaw ja auch widersprüchlich und dumm. Wir betreiben ja schließlich ein Geschäft.

Kommen wir mal zur Namensgebung. Warum haben wir diesen Bogen Custom Widow genannt:

DSC_0776Alles andere wäre meiner Ansicht nach lächerlich und fadenscheinig gewesen. Es handelt sich bei diesem Bogen um einen ganz klaren Nachbau meiner orginal Black Widow. Dieses einteilige Modell wird aber seit einigen Jahren von BW offiziell nicht mehr angeboten und gebaut. Ich bin jederzeit ein Mann der klaren und offenen Worte. Wie lächerlich wäre denn zu diesem Zeitpunkt irgend ein anderer Pseudo-Name gewesen. Es ist und bleibt ein Nachbau.

Mittlerweile haben wir an verschiedenen Stellen Hand angelegt und einige Änderungen in Formen und Ausführung vorgenommen. An der Tatsache ändert es jedoch nichts. Wir haben es bei diesem Bogen mit einem ganz klaren Nachbau einer Black Widow, Greenhorn, Samick, Häbu oder Wings Bogen zu tun. Da im Moment Gespräche zwischen Black Widow und Bearpaw hinsichtlich einer Zusammenarbeit laufen, haben wir eine Namensänderung vorgenommen.

Zwischen der Firma Black Widow und Henry Bodnik gibt es sehr gute und freundschaftliche Kontakte. Auch unser Hawk Bogen wurde hier von meiner Seite auf den Tisch gelegt und klar angesprochen. Dies wurde im Rahmen der ATA Show in Columbus/Ohio im Januar 2010 besprochen. Hier gibt es keinerlei Probleme oder Missstimmung. Wie bereits gesagt bin ich jederzeit ein Mann der klaren Worte.

Henry M. Bodnik

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Nachfolgend die Daten von den Chronometer-Tests. Bitte beachten Sie, dass es sich um einen 48# Bogen handelt! Normalerweise werden diese Tests mit einem 50 Pfund Bogen durchgeführt!

Custom Hawk 48#/28″ FF Sehne 16 Str.
Exp Hunter 28,5″, 100grs Spitze 5″ Shield
360grs (7,5grs/#) 203 FPS
Ted Nugent 28,5″, 125grs Spitze 5″ Shield
410grs (8,5grs/#) 195 FPS

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Nachfolgend das Auszugsdiagramm als .pdf zum download. Einfach das Bild anklicken.

Auszugsdiagramm Custom Hawk

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