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Sinn und Unsinn der neuen Regelung für Holzpfeile – Gedanken von Henry Bodnik

Seit ca. 2 Wochen hat der Deutsche Bogensportverband (DBSV) die Langbogenklassen für Carbonpfeile geöffnet. Grundsätzlich stehe ich der Öffnung von Traditionellen Bogenklassen für Carbonpfeile sehr positiv gegenüber und kann das nur begrüßen.

Jedoch muß ich mich entschieden gegen diese durchgeführte Lösung aussprechen.

Hier ist meiner Meinung nach nicht in die Tiefe gedacht worden und den Belangen von vielen, vielen traditionellen Bogenschützen mit Holzpfeilen wird nicht Rechnung getragen. Im Gegenteil, derartige Bogenschützen werden bei offiziellen Wettkampfgeschehen auf nationaler Ebene stark benachteiligt und somit ausgeschlossen.

Hierzu erst einmal einige Erklärungen hinsichtlich des verschiedenen Pfeilmaterials:

Selbstverständlich ist es richtig, dass ich mir bei geeigneten Fachwissen auch aus Holz Pfeilmaterial selektieren (spinen, kontrollieren und wiegen) kann, welches in Genauigkeit und Ballistik nahe an einem Carbonpfeil liegt. Theoretisch ist hier sogar eine Chancenangleichung ermöglicht.

Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dass Holzpfeile einen wesentlich längeren Zeitraum benötigen um nach dem Abschuss wieder in Ihren stabilen Geradeausflug zu gelangen. Das Pfeilparadoxon ist hier wesentlich stärker ausgeprägt als bei den als optimal geltenden Carbonpfeil. Schießtechnische Fehler werden hier wesentlich stärker aufgenommen und spiegeln sich zählbar negativ im Schießergebnis wieder.

Bei der Benutzung von Holzpfeilen im Wettkampf gegenüber technischem Pfeilmaterial (Carbon, Alu) werden ausschließlich sehr gute und erfahrene Bogenschützen ebenfalls Erfolge erreichen können.

Hier wurde bei der Neureglung der Sportordnung nicht in die Tiefe gedacht. Vielleicht hätte eine gründliche Recherche gute Dienste getan. Nicht umsonst stagnieren die Mitgliederzahlen des DBSV seit vielen Jahren. Viele Traditionelle Bogenschützen fühlen sich hier nicht richtig wahrgenommen und ernst genommen.

Hier sollte versucht werden, den Wünschen und Anregungen aller Traditioneller Bogenschützen, unter Berücksichtigung internationaler Wettkampfkriterien, gerecht zu werden.

Gratulation an die Verantwortlichen des DBSV für die Ausgrenzung der Holzpfeilschützen. „Wald und Wiesenschützen gehören nicht ausgegrenzt sondern mit ins Boot geholt.“

Bei unseren Bearpaw Turnieren haben wir die Klasseneinteilung nach geschossenen Material und Schießstil vorgenommen. Damit gewährleisten wir eine größt mögliche Chancengleichheit und versuchen den Turniergewinn über das persönliche Können der Bogenschützen zu fördern und zu erreichen – das Ganze sogar mit nur 3 Wettkampfklassen.

Etwas verkürzt die Bearpaw Wettkampfklassen

1. Holzbogen
Reine Holzbogen ohne eingearbeiteten Shelf, Schuss über den Handrücken mit Holzpfeilen, mediteraner Griff

2. Klasse Traditionell
Bögen, die über den Shelf geschossen werden, mediteraner Anker, Holzpfeile, keinerlei Stabilisatoren oder Hilfsmittel welche den Pfeilreflex unmittelbar beeinflussen. (Hier schiessen Langbogen und Recurvbogen zusammen in einer Klasse), nur ein fester Ankerpunkt (Bogenköcher sind natürlich erlaubt, alles andere ist Unsinn)

3. Klasse Traditionell Offen
Bögen, die über den Shelf oder mit Pfeilauflagen geschossen werden, Pfeilmaterial beliebig, keinerlei Hilfsmittel welche den Pfeilreflex unmittelbar beeinflussen (Button, Plunger, Springie Rest etc), Jagdstabilisatoren bis 12“ erlaubt,(Hier schiessen ebenfalls Langbogen und Recurvbogen zusammen in einer Klasse), ein Finger muß den Pfeil berühren, nur ein fester Ankerpunkt.

Wer Geschmack auf unsere Bearpaw Wertung bekommen hat kann gerne beim nächsten Kill Turnier in Eisenbach vorbei schauen. Nächste Woche gibt’s hierzu die Veröffentlichung und Ausschreibung.

Ich spreche mich ganz deutlich gegen die vom DSBV vorgenommen Regeländerung aus. Hier besteht Nachbesserungsbedarf.

Carbonpfeile ja, aber bitte nicht so.

Henry M Bodnik

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