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Spinetechnologie „Made in Germany“

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Der verflixte Spinewert!

Mit freundlicher Genehmigung aus dem „Instinctive Archery MAGAZINE“ (www.instinctive-archery.com)

Gerade bei Holzschäften ist es besonders wichtig, dass der Pfeil perfekt auf den Bogen, den Bogenschützen und der Anwendung abgestimmt sind. Der Spinewert des Holzschaftes ist die Ausgangsbasis welche zur Ermittlung des richtigen Pfeils am wichtigsten ist. Hier ist der Bogenschütze darauf angewiesen, dass die Angaben der Hersteller präzise sind und auch der Wahrheit entsprechen. Bei Bearpaw Products werden die Spinewerte der Holzschäfte mit modernster Technologie gemessen. Nach Aussage von Henry Bodnik dem Gründer und Geschäftsführer von Bearpaw Products ist diese Spineanlage einzigartig und garantiert präzise Spinewerte. Henry Bodnik hat uns Rede und Antwort gestanden und uns einen Blick hinter die Kulissen gestattet.

Uwe: Henry, was war dein Beweggrund diese Maschine zu konstruieren? Wie bist Du überhaupt auf diese Idee gekommen.

Henry: Es hat immer wieder Diskussionen über diese Spinewerte gegeben. Alle vorhandenen Geräte mit welchen im Hobbybereich Spinewerte gemessen werden produzieren mehr oder weniger unterschiedliche Messergebnisse. Es sind eben nur Hobbygeräte welche in Ihren Messergebnissen voneinander abweichen. Hier war es notwendig einen neuen Standard zu schaffen! Zudem wurden bei uns alle Holzschäfte aufwendig per Hand gespined. Du kannst Dir sicher vorstellen, dass wir hier bei Bearpaw eine ganz schöne Menge an Holzschäften verarbeiten und messen müssen. Es war eine große Aufgaben diese gewaltig Stückzahl an Holzschäften präzise mit unserer alten Spinestation zu messen.

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Uwe: Die Maschine sieht ja gewaltig aus. Sowas habe ich noch nie gesehen!

Henry: Diese Spineanlage ist auch einzigartig. Wir hatten vor einiger Zeit hier bei Bearpaw Besuch vom mittlerweile ausgeschiedenen CEO von Goldtip. Er war sichtlich beeindruckt von dieser Maschine. Es wurde sogar extra ein Techniker aus USA eingeflogen um die Maschine und deren Einsatzmöglichkeit für Gold Tip zu testen. Letztendlich war sie Ihnen dann zu teuer. Wir haben es hier mit einer Sonderkonstruktion zu tun. Es ist meiner Ansicht nach ein Meisterstück Deutscher Ingenieurs Kunst.

Uwe: Wo wurde denn die Maschine hergestellt?

Henry: Die Maschine wurde von einem Deutschen Techniker entwickelt. Er hat von mir die wichtigen Funktionen und Parameter erhalten, welche in der Maschine verwirklicht werden mussten. In Zusammenarbeit mit einer Maschinenbaufirma hier in Oberfranken konnten wir dieses ehrgeizige Projekt dann realisieren.

Spinemaschine Bearpaw

Uwe: Kannst Du mir mal die einzelnen Arbeitsschritte und Möglichkeiten dere Spineanlage erläutern?

Henry: Sehr gerne! Es ist natürlich ein komplexer und umfangreicher Ablauf.

Hier haben wir die 1. Work Station. In diesem Auffangbehälter werden die Holzschäfte eingelegt und dann zur 2. Bearbeitungsposition, dem Spineprozess befördert. Die Holzschäfte werden hier separiert. Da es immer wieder vorkommt, dass Holzschäfte nicht richtig positioniert werden, ist die Anlage mit einem Ausstoßer bestückt. Damit werden falsch positionierte Holzschäfte wieder zurück in den Auffangbehälter befördert.

Spinemaschine Bearpaw

Anschließend kommen wir an der 2. Work Station zum wichtigsten Prozess! Hier wird der Holzschaft gespined. Holzschäfte werden nach dem ATA Standard gemessen. Der Schaft rollt hier auf die Messstation und wird genau positioniert. Anschließend wird er in der Mitte mit 2 lbs durchgebogen. Diese Durchbiegung wird gemessen und von einem Computer erfasst. Anschließend wird der Schaft um 1/3 seines Umfangs gedreht und erneut gemessen. Insgesamt wird der Holzschaft 3 mal gemessen.
Die Vermessung der Durchbiegung wird mit modernster Lasertechnologie vorgenommen.
Anschließend legt der Computer den am höchsten gemessen Spinewert für die weitere Bearbeitung zugrunde.

Spinemaschine Bearpaw

Anschließend wird der Schaft ausgestoßen und rollt in die nächste und 3. Work Station. Hier wird die Geradigkeit also der Rundumlauf des Pfeils gemessen. Hierzu wird ein Flächenlaser hergenommen um genaue Messergebnisse realisieren zu können.
Anschließend kann der Holzschaft in einem 4. Arbeitsschritt mit dem richtigen Spinewert bedruckt werden. Dazu wurde ein hochwertiger Drucker mit Tintentank in die Spineanlage integriert.

Spinemaschine Bearpaw

Anschließend kommt ein Greifarm und schnappt sich den Holzschaft. In der Spineanlage ist ein Siemens Computer um die richtige Verarbeitung und Zuordnung der einzelnen Spinewerte zu steuern und zu kontrollieren. Der Holzschaft wird jetz in die für seinen Spinewert vorgesehene Box transportiert und eingelegt. Dazu ist in der Spineanlage eine Sortieranlage integriert um für alle Spinewerte den richtigen Platz zu garantieren.

Spinemaschine Bearpaw

Letztendlich schaltet die Anlage automatisch auf Störung wenn eine der Boxen mit 100 Holzschäften gefüllt ist. Alle nicht zuordenbaren Holzschäfte landen in einer Auffangbox.

Uwe: Dann wird der Holzschaft hier bei Bearpaw ja praktisch vollautomatisch vermessen und kontrolliert!

Henry: Nicht ganz! Ganz am Anfang muss immer noch Hand angelegt werden. Bevor die Holzschäfte in die 1. Work Station gelangen muss jeder Schaft auf den richtigen Verlauf der Holzmaserung kontrolliert werden. Jeder einzelne Holzschaft wird von einer Mitarbeiterin aus dem Bereich Pfeilbau und Holzschaftproduktion persönlich kontrolliert und auf den richtigen Verlauf der Holzmaserung begutachtet. Nur wenn die Holzmaserung gerade und durchgängig ist, kann er auch verwendet werden.

Uwe: Ich bin absolut beeindruckt von dieser Anlage. Wie würdest Du die Aufgabe dieser Spineanlage mit wenigen Worten beschreiben.

Henry: Hier an dieser Stelle wird ein Rundholzstab zu einem Pfeilschaft veredelt.
Wir sind stolz darauf, dass wir unsere Holzschäfte in die ganze Welt verkaufen.

Pfeilschäfte aus Holz, Made in Germany

Uwe: Henry, herzlichen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, uns diese beeindruckende Anlage zu erklären.

Henry: Da habe ich sehr gerne gemacht Uwe.
Es ist mir wichtig, Prozesse transparent zu halten und die Bogenschützen daran teilhaben zu lassen.

Übrigens wenn Sie alle 3 Monate exclusive Reportagen, Artikel, Neues zum instinktiven Bogenschiessen wissen wollen, empfehle ich Ihnen unbedingt das „Instinctive Archery MAGAZINE.“ Eine Ausgabe für 5,99 Euro oder 4 zum Preis von 19,99 Euro.
Es lohnt sich!!

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