Reduce Reuse Recycle – BEARPAW geht neue Wege

Liebe BEARPAW Fans,

 

in diesem Artikel möchten wir über eine echte Herzensangelegenheit aufklären und einige neue und zukünftige Entscheidungen zu unseren Verpackungen erklären.

Ihr werdet feststellen, dass wir über unsere Produktpalette hinweg in Zukunft neue Verpackungen einführen.

Dabei haben wir drei große Vorsätze:

Reduce

Reuse

Recycle

Dafür setze ich als Produkt- und Corporate Designerin derzeit mit Unterstützung einer abteilungsübergreifenden Projektgruppe alle Hebel in Bewegung um bestehende Verpackungslösungen in Frage zu stellen.

Das heißt wir wollen Verpackung einsparen wo es nur möglich ist. Bei einigen Produkten können wir den sicheren Transport und anschließende Lagerung ohne Beschädigung und Verschmutzung allerdings nur durch Verpackung gewährleisten.

In diesen Fällen versuchen wir auf den zweiten Vorsatz zurück zu greifen: Reuse. Wie wir ja bereits letzte Woche in einem Video veröffentlicht haben werden beispielsweise die Pfeilfangnetze zukünftig in wiederverwendbaren Verpackungen verschickt statt in Wegwerfplastik. Diese könnt ihr dann zum Einkaufen nutzen, alles für ein Picknick im Park darin transportieren oder eure Dreckwäsche darin sammeln – nur wegschmeißen müsst ihr sie nicht! Ähnlich dazu wird es bald noch neue Konzepte bei anderen Produkten geben 😉 Bleibt also am Ball!

Nur wenn die beiden ersten Vorsätze Reduce und Reuse keine vernünftige Lösung für ein Produkt bereit halten, kommt der dritte Vorsatz zu Tragen: Recycle.

Hier kommen wir zu unseren neuen Federverpackungen:

Hier wollten wir vor Allem das PVC (Polyvenylchlorid) abschaffen, das bisher für die Verpackungen verwendet wurde. Denn dieses ist schlecht recyclebar, schwer abbaubar, es enthält Weichmacher und bei der Verbrennung entstehen Giftstoffe.

Das neue Plastik, das wir verwenden ist OPP und CPP (Oriented Polypropylene / Cast Polypropylene). Dieses Plastik ist sogar Lebensmittelecht, gut bedruckbar und hat eine hohe Festigkeit. Doch für uns besonders wichtig: es enthält keine Weichmacher und ist gut recyclebar.

Auf den Verpackungen ist ein Recycling-Label angebracht. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Angabe von uns, um die Recyclingindustrie in Deutschland zu unterstützen… wenn auch nur im Kleinen. Aber Veränderung beginnt ja im Kleinen 😉

Nun werden sich Einige von euch fragen: „Wieso kein Bioplastik?“

Auch damit haben wir uns beschäftigt. Aus den folgenden Gründen haben wir derzeit auf die Anwendung von Bioplastik verzichtet:

Zum Ersten gibt es diverse Kunststoffe, die als Bioplastik bezeichnet werden. Hier ist ganz wichtig, dass „biologisch abbaubar nicht gleich bedeutet, dass der Stoff aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurde. Genauso ist nicht jedes Plastik aus nachwachsenden Rohstoffen auch biologisch abbaubar. Ihr seht, es ist nicht alles gleichermaßen „bio“ wo „bio“ draufsteht.

Des Weiteren müssen die abbaubaren Kunststoffe in industriellen Kompostierungsanlagen kompostiert werden. Bei deren Abbau entsteht lediglich Kohlendioxid (C02) und Wasser – also keine wertvollen Bodenbestandteile und es wird Energie verbraucht, um perfekte Abbaubedingungen zu schaffen. Leider schneidet hier die Müllverbrennung sogar besser ab, da dabei Energie gewonnen statt Energie verbraucht wird.

Im Idealfall sollte unsere Recyclingwirtschaft technische Stoffe, wie Kunststoffe sortenrein in ihren Kreislauf zurückführen. In solch einem perfekten Kreislaufsystem müsste nicht auf Plastik verzichtet werden, da es zu 100% wiederverwendet werden könnte. Der erste Schritt dahin ist das Recycling-Label auf unserer Verpackung. Sicherlich gibt es jetzt noch viele Fragen zum Thema, dazu kann ich jedem nur das Buch „Cradle to Cradle: Einfach intelligent produzieren“ von Michael Braungart, William McDonough empfehlen und ein Blick auf https://www.umweltbundesamt.de/themen/tueten-aus-bioplastik-sind-keine-alternative

 

Wir versuchen bei den Verpackungen unser Bestmögliches zu Tun, um unseren ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. In diesem Jahr wird es zu diesem Thema daher immer wieder Neuerungen geben. Wir gehen einen Schritt nach dem Anderen.

Solltet ihr Ideen haben, wie und wo wir uns noch verbessern können, lasst gerne einen Kommentar da!

Vielen Dank,

eure Giulia