Abenteuer Schweden

Hallo liebe Bogenfreunde,

inspiriert von dem Aufruf „FEEL THE SPIRIT – Teile deine Story“ möchte Ich gerne mein schönstes Bogenabenteuer kundtun: Wir haben dieses Jahr in Schweden Rydsnäs – Smorland Urlaub gemacht und es war herrlich entschleunigend. Wir haben ein Haus mit Freunden direkt in der Natur ohne störenden Lärm geteilt. Der nächste Nachbar war ca. 500m entfernt, der See ca. 100m zu Fuß.
Dazu unsere beiden Hunde mit dabei, was für die beiden der pure Genuss war.

Ich als ambitionierter Bogenschütze nahm natürlich 2 Bögen mit um etwas trainieren zu können und das, wenn möglich, in der schwedischen Natur. Ich suchte nach einem Parcour in der Nähe, da mir eigentlich bekannt war, dass Bogenschießen und Schweden gut zusammen passen, siehe auch Bearpaw Video „FEEL THE SPIRIT“. Nun war es doch nicht so einfach wie gedacht und der nächste Parcour, den ich finden konnte, war der Parcour 3D Ranchen von Herrn Grille. Es waren gut 2h Fahrt bis dahin und erschwerend kam hinzu, dass ich zu dem Zeitpunkt ein Fahrverbot ausharren musste und keiner Lust hatte, mit mir 2h zu fahren, um ein paar Pfeile raus zu lassen. Jedoch kann man(n) sich doch solch ein Erlebnis nicht entgehen lassen, noch dazu wenn auch schon Herr Bodnik selbst dort geschossen hat.
Gesagt getan, ein Mann – ein Bogen – ein Ziel = 3D Ranchen.

Also bin ich ca. 5Uhr morgens gestartet und war gegen 8 Uhr da.
Schon die morgendliche Stille auf dem Weg dahin im schönen Schweden war klasse. Gepaart mit leichtem Nervenkitzel, dass mich hoffentlich keiner anhält und nichts passiert, was mein Fahren ohne Führerschein auffliegen lässt. Nun begann Ich den Parcour leider allein zu durchstreifen, was aufgrund mangelnder Pflege nicht ganz so einfach war. Man musste sich schon erst einmal zurecht finden, wo denn nun der Start ist und wie es weiter geht, doch das hat ja auch etwas von jagdlicher Atmosphäre.

Es machte Spaß, den Parcour zu erkunden und sich den Schüssen ganz ohne Ablenkung zu stellen. Es lief auch an diesem Tag recht gut, sodass man auf so manchen Schuss Stolz sein konnte. Jedoch ist es eben Natur und der eine oder andere Pfeil ging dank mangelnder Backstops verloren oder brach am schwedischen Fels. Naja, das passiert eben und wer immer trifft ist nur zu faul zum Suchen.

Als ich dann gegen Mittag fertig und stolz wieder im Quartier angekommen war, stellte sich ein gutes Gefühl ein, das richtige getan zu haben und dieses kleine Abenteuer trotz mangelnder Beteiligung und fehlender Fahrerlaubnis erlebt zu haben.
So schnell kommt man ja doch vielleicht nicht wieder dahin, also kann es nur top gewesen sein!

Die besten Grüße und alle ins Kill,

Sebastian Lehnert